Pressemitteilung: Am 22.03.2012, der Tag der Kriminalitätsopfer
Am Tag der Kriminalitätsopfer wird der Menschen gedacht, die durch Kriminalität und Gewalt geschädigt wurden und die Schutz und konkrete Unterstützung bei der Überwindung ihres Traumas benötigen. Mädchen und Frauen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, leiden oft jahrzehntelang unter den massiven Folgen sexueller Übergriffe.
Der Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein e.V. (LFSH) richtet seine Aufmerksamkeit daher besonders auf die Situation betroffener Mädchen und Frauen. Vergewaltigungsmythen, die den Betroffenen eine Mitverantwortung oder gar Schuld für das Verbrechen zuschreiben oder ihre Glaubwürdigkeit in Frage stellen, bringen die Mädchen und Frauen häufig dazu, sich der sexuellen Übergriffe zu schämen. Sie versuchen, mit ihren Erlebnissen allein fertig zu werden, was häufig zu einer Verschlimmerung der Situation führt. Sexueller Missbrauch gilt als eine der gravierendsten Formen von Fremdbestimmung und Traumatisierung. Verstärkte Ächtung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen durch die Gesellschaft stärkt und fördert eine Haltung, die das Recht auf Unversehrtheit und das Recht auf ein gewaltfreies Leben als Selbstverständlichkeit anerkennt. Die zwingende Notwendigkeit für breite Opferhilfe muss endlich zur Selbstverständlichkeit werden.
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